Epigenetics > RNA interference (RNAi)

Funktionsweise kleiner regulatorischer RNAs

Initiiert durch die Entdeckung der mit dem "post-transcriptional gene silencing" (PTGS) und dem "RNA interference" (RNAi) assoziierten siRNAs hat sich eine neue Forschungsrichtung entwickelt (Science, Dezember 2002), die sich mit der Funktionsanalyse regulatorischer RNAs befasst. Mittlerweile werden drei Hauptklassen unterschieden, die "short interfering" RNAs (siRNAs), die "micro" RNAs (miRNAs) und die "short heterochromatic" RNAs (shRNAs). Nach neuesten Erkenntnissen übernehmen zumindest die miRNAs und eine Klasse endogener siRNAs, die "trans-acting short interfering RNAs" (tasiRNAs), essentielle Funktionen bei der normalen Genregulation. Im Rahmen einer EU Förderung (Function of small regulatory RNAs across kingdoms, FOSRAK) sollen Zielsequenzen natürlich vorkommender siRNAs gefunden und die Regulation der entsprechenden Gene untersucht werden. Bei diesem Vorhaben legen wir einen Schwerpunkt auf die Untersuchung einer mögliche Beteiligung von siRNAs und miRNAs bei der "RNA-directed DNA methylation" (RdDM)
Im Rahmen eines weitern EU Projekts (Silencing RNAs: organisers and coordinators of complexity in eukaryotic organisms, SIROCCO untersuchen wir warum das RNAi auf Transgene eine andere Wirkung ausübt als auf endogene Sequenzen. Beispielsweise werden Endogene in der Regel nicht von der RdDM betroffen, auch wenn ein entsprechender Inducer in der Pflanze exprimiert wird. Auch ein als "transitiv silencing" bezeichneter Prozess, der bei der Inaktivierung eines Transgens fast immer induziert wird, konnte für eine endogene Sequenz noch nicht nachgewiesen werden. Weitere Details über das SIROCCO-Projekt und die Studien, die unsere Arbeitsgruppe zu diesem Projekt beiträgt, können unter AlPlanta-SIROCCO abgerufen werden.





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