Obstkrankheiten
ApfeltriebsuchtSpeziell für das Thema "Apfeltriebsucht" wurde eine eigene Seite entwickelt, die sich nochmal ausführlich mit den Hintergrundinformationen, Symptomen, der Befallsituation und Überträgern dieser Obstkrankheit befasst. |
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Die Apfeltriebsucht wurde erstmals 1950 in Italien beschrieben und ist heute in fast allen Ländern Mittel- und Südeuropas verbreitet. Im Herbst des Jahres 2000 sind in vielen Apfelanlagen West- und Südwestdeutschlands zum Teil massive Apfeltriebsuchtsymptome aufgetreten. Diese äußern sich als typische Hexenbesen (Abb. 1) und in vergrößerten Nebenblättern. Der wirtschaftliche Schaden der Krankheit entsteht durch die Kleinfrüchtigkeit, die eine Vermarktung der Früchte unmöglich macht.
Die Apfeltriebsucht wird durch Phytoplasmen verursacht - zellwandlosen Bakterien der Klasse Mollicutes, die nur im Phloem befallener Pflanzen vorkommen. Ein spezieller Phytoplasma-Typ ist mit der Apfeltriebsucht verbunden, das Candidatus Phytoplasma mali (=Apple Proliferation (AP) Phytoplasma). Die Phytoplasmen können durch Pfropfung oder durch latent-infiziertes Pflanzgut verbreitet werden; eine natürliche Übertragung findet durch Phloem-saugende Insekten statt.
Folgende Lösungsstrategien zur Bekämpfung der Apfeltriebsucht werden zur Zeit am AlPlanta verfolgt:
Reben-Biotechnologie
Obstkrankheiten
Epigenetics