Reben-Biotechnologie

Markergen-Eliminierung mit dem Cre/lox Rekombinationssystem aus mehrjährigen Holzpflanzen am Beispiel der Weinrebe

Die Herstellung transgener Pflanzen erfordert in der Regel den Einsatz von Selektionsmarkergenen, welche eine gezielte Selektion und Regeneration der gentechnisch veränderten Zellen zu ganzen Pflanzen ermöglichen. Meist sind dies Antibiotika-Resistenzgene, die allerdings von keinerlei agronomischem oder sonstigem Wert und für die praktische Nutzung der Pflanzen verzichtbar sind.

Im Rahmen eines Verbundprojektes des BMBF zum Thema ‚Sicherheit transgener Pflanzen’ wird am AlPlanta ein bakterielles Rekombinationssystem (Cre-lox-System) zur Eliminierung von Selektionsmarkergenen an Reben erprobt. Hierbei soll die Cre-Rekombinase transient, d.h. vorübergehend in den Zellen gebildet und das Selektionsmarkergen (Antibiotikumresistenz), welches von ‚lox’- Erkennungssequenzen flankiert ist, durch ein sequenzspezifisches Rekombinationsereignis aus dem Genom entfernt werden. Dieses System wurde bereits erfolgreich an Tabak mit Hilfe eines PVX-Virusvektors angewandt.

Die am AlPlanta entwickelten infektiösen Volllängenklone des Reben-infizierenden Himbeer Ringfleckenvirus (RpRSV) und des Arabis Mosaik Virus (ArMV), sollen die transiente Expression der Cre-Rekombinase in gentechnisch veränderten Reben bzw. gentechnisch veränderten embryogenen Zellkulturen der Rebe ermöglichen und das Selektionsmarkergen entfernen. Auf diese Weise können transgene Reben erzeugt werden, die frei von unerwünschten Selektionsmarkergenen wie z.B. Antibiotikumresistenz sind.

http://www.biosicherheit.de
http://www.bmbf.de/pub/projektliste_biologische_sicherheit_gvp.pdf


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