Garten-Pelargonien sind europaweit die wichtigsten Zierpflanzen im Marktsegment Beet- und Balkonware. Die klassische Züchtung hat es ermöglicht eine hohe Qualität an Pflanzen zu erzeugen. Die Folge ist eine Reduktion der genetischen Variabilität innerhalb der Zierpelargonien. Deshalb versuchen die Züchter, das Erbgut von Zierpelargonien mittels Kreuzungen mit Wildpelargonien zu erweitern. Die Arten der Wildpelargonien sind interessant aufgrund ihrer Anpassung an verschiedenen abiotischen Stress (Trockenheit, Salz etc.) oder ihrer Resistenz gegen verschiedene Pathogene (Xanthomonas hortorum etc.). Zusätzlich stellen die wilden Pelargonienarten einen interessanten Pool für die Diversität der Blütenform, Farben, Blattformen und sogar für den Duft für den Züchter dar. Leider lassen sich die meisten Zierpelargonien nicht mit den Wildarten kreuzen.
Verfahren der Biotechnologie wie z. B. die Protoplastenfusion machen es heute möglich, die existierende genetische Variabilität unabhängig von den interspezifischen Barrieren zu erweitern.
Im Rahmen des Projektes soll die genetische Basis der gezüchteten Pelargonien erweitert werden. Aufgabe ist die Etablierung von Gewebekulturtechniken für ausgesuchte Pelargonien wie die Protoplastenerzeugung, die Protoplastenfusion und die Regeneration der Fusionsprodukte zu intakten Pflanzen. Anschließend erfolgt eine Selektion und Phänotypisierung der erzeugten Hybriden zu marktfähigen Zierpflanzen.
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